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20 Jahre Doom – Der Anfang vom Ende

Vor genau 20 Jahren, am 10. Dezember 1993, wurde die Urmutter aller moderner 3D-Shooter (lassen wir Wolfenstein 3D mal vorweg :)) von der texanischen Spieleschmiede  „id Software“ veröffentlicht und revolutionierte damit zugleich die ganze (bis dato relativ kleine) Game-Branche.

Doom
Entwickler id Software
Publisher Cdv Software Entertainment,Pearl Agency
Erstveröffent-lichung 10. Dezember 1993
Plattform(en) 3DO, Apple Macintosh, Atari Jaguar, Game Boy Advance, IBM-PC-kompatible (Linux, Microsoft Windows 95, MS-DOS, Nintendo DS, Nintendo 64, QNX), IRIX,NeXTStep, PlayStation, Sega 32X, Sega Saturn, Solaris, Super Nintendo Entertainment System,Xbox, Xbox 360 und Source-Portsfür weitere Plattformen
Genre(s) Ego-Shooter
Thematik Science-Fiction
Spielmodi Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur
Systemminima DOS: Intel 386 oder vergleichbarer Prozessor, 4 MBRAM, VGA-Grafik, Sound Blaster Pro™ oder vergleichbareSoundkarte (alternativ kann auch der Systemlautsprecher genutzt werden)
Medien CD-ROM, ursprünglich 3,5″-Diskette, Download

Durch die moderne Darstellungstechnik (3D Räume, mehrere Ebenen) sowie dank des Shareware-Vertriebsmodell (bei dem die meisten ‚Käufer‘ nichts bezahlten) der ersten Episode konnte sich das Spiel innerhalb kürzester Zeit mehr als eine Million mal verbreiten. Der legendäre Mastermind John Carmack ist noch heute für einige der meist eingesetzten Game-Engines verantwortlich und widmet sich seit August 2013 als Technik Chef der Entwicklung des VR-Headsets Oculus Rift.

Durch seine explizite Gewaltdarstellung war Doom bis 2011 in Deutschland auf dem Index für jugendgefährdende Medien (in Österreich bis 2005) und wurde auch sonst gerne in der bis jetzt andauernden Diskussion über Killerspiele als „Paradebeispiel“ genommen, wenn es darum ging, ein Videospiel dafür verantwortlich zu machen, wo Gesellschaft / Erziehung / etc. versagte.
So zog man als namenloser Marine mit Kettensäge, Schrotflinte oder Plasmakanone gegen Heerscharen vom Dämonen, die nach einem fehlgeschlagenem Experiment auf den Mars Monden durch ein Tor zur Hölle entwichen, und metzelte diese (aus damaliger Sicht) sehr detailliert nieder.  Vergleicht man den Grat der Gewaltdarstellung mit aktuellen Titeln wie Call of Duty, The Last of Us, Dead Island, … kann man heute nur müde schmunzeln.

Damals sorgten jedoch der unheimliche Midi-Soundtrack (Komponiert von Bobby Prince) und die beklemmende Atmosphäre für gehörige Gänsehaut.

Dieses Spiel ist wohl auch für meine spätere Berufswahl zum IT Menschen verantwortlich, begann ich mich zu diesem Zeitpunkt auch mit MS-DOS und Speicheroptimierung (HIGHMEM, LOWMEM, etc.) zu beschäftigen und meinen ersten PC zusammen zu stellen. Auch war dieses Spiel der Grund für das erste, selbst aufgebaute BNC LAN, da auch ein Mutliplayer-Modus für bis zu 4 Spieler geboten wurde.

Doom prägte eine ganze Generation an Spielern, machte 3D Shooter populär und schuf die Basis für kommende Spiele wie Quake, Unreal, Crysis, … und sorgte dafür das das ein neues, popkulturelles Genre geschaffen wurde.
2005 veröffentlichte Andrzej Bartkowiak  den Film Doom, welcher jedoch von den Kritiken eher bescheiden besprochen wurde und grundlegend die Handlung des Spiels wiedergab.

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Doom 4 befindet sich zur Zeit in Entwicklung.

Karl May

In meiner Kindheit habe ich alle Bücher von Karl May verschlungen.

Ich liebte es mit Winnetou und Old Shatterhand durch die Prärie zu reiten, den Schatz am Silbersee zu entdecken, gemeinsam mit Kara Ben Nemsi den Balkan bereisen und zahllose Abenteuer zu erleben.

Wenn ich heute zurückdenke, weiß ich, das ich keines dieser Bücher nochmals so lesen könnte, wie ich es in meiner Jugend konnte. Der Reiz des Naiven ist für mich heute verflogen. Und Trotzdem muss ich sagen, das die Bücher und Geschichten für mich einen Teil meiner Kindheit ausgemacht haben. Zum Teil die einfache Unterteilung in Schwarz / Weiß, die Lagerfeuerromantik und ganz klar auch die Klischees vom Cowboy und Indianer. Ich denke sehr gerne zurück an diese Momente und diese Zeit, wo ich vollkommen unvoreingenommen den fiktiven Reiseerzählungen des Karl May folgen konnte.

Geht es euch auch so? Habt ihr die Erzählungen gelesen? Sind die Erinnerungen für euch auch verbunden mit Nostalgie und einem lachenden und einem weinenden Auge?