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H.P. Lovecrafts – Die Saat des Bösen

H.P. Lovecrafts – Die Saat des Bösen

Seit Jahren bin ich ein Fan der Geschichten von H.P. Lovecraft, die fast immer von etwas Bösen, außerhalb des menschlichen Verständnisses, erzählen.
Die mittlerweile fast 100 Jahre alten Erzählungen schaffen es noch heute, seinen Lesern ihr eigenes Bild von dem körperlosen Grauen zeichnen zu lassen, die immer das Nemesis seiner Charaktere sind.  Die lovecraftschen Kreaturen und Götter wie Cthulhu, Yog-Sothoth, Tsathoggua, Azathoth und Nyarlathotep in ihrer uralten Bösartigkeit, die den in den Tiefen unseres Kosmos hausen, fesseln von der ersten Seite die Fantasie des Lesers.

Ivan Zuccon (Bad Brain, …) hat sich nun an einer Verfilmung gewagt, die ich selbst als eines der besten Werke Lovecrafts bezeichnen würde. Die Farben aus dem All. Zwar muss man sagen, das Zuccon hier dem geneigten Zuschauer seine eigene Interpretation präsentiert, aber das Grundthema ist deutlich zu erkennen. “Die Saat des Bösen”

Kurz Zusammengefasst:
In Italien des Jahres 1943 lebt der Bauer Piedro mit seiner Frau Alice und deren jüngeren, stummen Schwester auf einem kleinen Bauernhof, relativ unberührt von den Wirren des 2. Weltkrieges. Eines Nachts erstrahlt aus dem Brunnen des Hauses ein blaues Licht, bald darauf beginnt das Gemüse auf den Feldern Piedros unnatürlich groß zu werden und ein zunehmend geistiger Verfall setzt bei der Familie ein. Speziell Alice leidet unter der dämonischen Kraft, die sie mehr und mehr unter Kontrolle nimmt.

Eines sei gesagt: Zwar merkt man dem Film hin und wieder das kleine Budget an, trotzdem oder gerade deswegen entsteht von Anfang an eine feuchte, beklemmende Spannung. Auch wenn der Film gegen Ende hin einige Splatter Elemente beinhaltet, handelt es sich doch um einen gekonnten, subtilen, fesselnden Ökohorror-Film, den ich jedem, der etwas für dieses Genre übrig hat, nur empfehlen kann.

Wertung: 7 von 10 blutrünstige Tomaten

Wissenswertes:

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