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Media Monday #131 – Silvester Special

Nach langer Abstinenz nehme ich wieder am Media Monday teil. Diese mal mit einem Silvester Special.

1. Der beste Film in 2013 war für mich Elysium. Dieses Jahr hatte ich leider kaum Zeit mir aktuelle Filme anzusehen von dem her ist die Wahl des besten Films relativ einfach da Elysium von dem, was ich gesehen hatte, der beste Film war. (Zugegeben fand ich den Film in Summe jetzt aber nicht sonderlich beeindruckend, gerade wenn man District 9 noch in Erinnerung hat).

2. Mein liebstes Buch in 2013 war für mich Wind von Stephen King. Okay, das Buch ist 2012 erschienen, gelesen hab ich es doch erst in diesem Jahr. Für mich eine schöne Ergänzung des Dunklen Turm Universums in welches ich immer wieder gerne eintauche.

3. Größte Serienneuentdeckung in 2013 war zweifelsohne American Horror Story. Nachdem ich von Ryan Murphey seit Nip/Tuck nichts mehr gesehen habe habe ich mich von AHS großartig unterhalten lassen.

4. Die größte Enttäuschung hingegen war für mich ganz klar Under The Dome. Liegt vermutlich daran, das ich die Roman-Vorlage von Stephen King gelesen habe und mich keine einzige der Figuren der Serie überzeugen konnte. Vielleicht wäre es ohne die Kenntnis des Buches anders gewesen, aber so? Leider total verhaut.

5. Im nächsten Jahr freue ich mich ganz besonders auf Penny Dreadful. Zur Zeit erfreue ich mich guter Horror Serien (siehe AHS :)) und da könnte dieses Format gut mithalten.

6. Spannend wird 2014 vor allem, weil ich mir wieder mehr Zeit fürs Bloggen nehmen werde.

7. Und ganz im Vertrauen, meine Vorsätze fürs kommende Jahr sind wie jedes Jahr. Gesünder und Bewusster Leben.

In diesem Sinne: Einen guten Rutsch ins Jahr 2014.

The Walking Dead – Season 2 – All that Remains

„Gott wird alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.“

– Neues Testament: Offenbarung des Johannes

Mit „All that remains“ veröffentlicht Telltale Games die erste, lang ersehnte Episode des Nachfolgers des preisgekrönten Spiel 2012, „The Walking Dead“, mit welchem dem Studio ein echter Überraschungshit gelang.

TWD - S2Spielt man im ersten Teil noch Lee Everett, einen verurteilten Mörder, der sich in den Wirrungen der Zombie Apokalypse des kleinen Mädchens Clementine annimmt, so übernimmt man nach den tragischen Ereignissen des Vorgängers die Rolle von Clementine selbst.
Anmerkung: Hat man noch Savegames vom ersten Teil auf der Festplatte, können dort getroffene Entscheidungen Auswirkungen auf den aktuellen Spielverlauf haben.

Nur wenige Monate sind in der Zwischenzeit vergangen und Clementine muss sich alleine durch die feindliche Welt schlagen, auf der Suche nach Schutz, Hilfe und menschlicher Gegenwart. Doch wem kann man trauen? Welche Schattenseiten und Geheimnisse tragen die Überlebenden mit sich, folgen ihren eigenen Motiven und Interessen und wie kann sich ein kleines Mädchen, wenngleich merklich reifer als im Vorgänger, in solch einer Welt behaupten.

Aus Technischer Sicht hat sich im Vergleich nicht viel getan, die Comicgrafik ist grundlegend gleich geblieben auch wen einige Verbesserungen in die Engine eingeflossen sind. So sind die immer wieder auftretenden Quick Time Events merklich dynamischer, da nicht mehr nur hektisches Drücken einzelner Tasten zur Steuerung verwendet werden, sondern auch durch das Drücken der entsprechenden Tasten zum Beispiel nach Links oder Rechts ausgewichen werden kann.
AußergewöhnlicTWD - S2h ist die Mimik der einzelnen Charakter welche es ermöglicht die einzelnen Gefühlsregungen (Angst, Hass, Verzweiflung, Freude) direkt zu erkennen und dadurch sicher zur einzigartigen Stimmung des Spiels beiträgt.

Die große Stärke des Spiels ist eindeutig die erzählerische Inszenierung, die zum Teil echt harten Handlungsspins und der Zeitdruck bei fast allen Entscheidungen, die man im Spiel treffen muss. Dadurch gelingt es den Spieler direkt im Magen zu treffen und oft mit einem verzweifelten Gefühl und einem „Wtf“ auf den Lippen zurück zu lassen.

Nach einer Spielzeit von knapp 90 Minuten kann man nur den Monitor anstarren, mit den Zähnen knirschen und sich verzweifelt fragen, ob alle Entscheidungen die richtigen waren, ob man selbst gleich handeln würde.

Fazit:

#IAmClementineGroßartig Inszeniert, intensiv von der ersten Sekunde an mit hervorragenden Synchronsprechern (Spiel ist aktuell nur auf English mit englischem Untertitel erhältlich, welches aber sehr gut verständlich ist) und Musikuntermalung.
Ich hoffe Telltale schafft es mit den nachfolgenden 4 Episoden, die im Abstand von 1 – 2 Monaten erscheinen sollen, das hohe Niveau der ersten Episode zu halten bzw. zu steigern.

Für alle Fans von grandios erzählten Geschichten eine klare Kaufempfehlung.

Wertung: 9 von 10 Zombiedaumen

Offizieller Trailer zu The Walking Dead – Season 2

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Project Home Cinema: Teil 1 – Raspberry Pi mit OpenELEC

Wie schon in diesem Beitrag angekündigt, möchte ich hier eine Beschreibung zur Verfügung stellen, wie mit kleinen Mitteln ein vollwertiger HTPC auf Basis von XBMC (in diesem Fall Open ELEC) zusammen gestellt werden kann.

Folgende Komponenten wurden verwendet:

Raspberry Pi (Model B)WICHTIG: Dieses Setup funktioniert nur mit einem Raspberry Pi Model B (mit 512 MB Ram). Die ältere Version besitzt einerseits keinen eigenen LAN Anschluss und ist auf der anderen Seite mit nur 256 MB Ram etwas schmalbrüstig bestückt.

Setup Raspberry Pi:

Der Zusammenbau des Mini-PCs geht relativ einfach von der Hand, da keine Schrauben oder sonstiges Equipment verwendet werden muss um alles zusammen zu setzen.

  1. Der Raspberry Pi muss vorsichtig in das Plexiglas Gehäuse gesetzt werden. Die Abdeckung muss ohne Problem und ohne größere Gewaltanwendung in die vorgesehenen Einsparungen passen.
  2. Das HDMI Kabel wird direkt mit dem Fernseher (oder einem anderen passenden Anzeigegerät) verbunden.
  3. Das LAN Kabel muss mit dem LAN verbunden werden. Da ich keinen HUB zu Hause verwende, habe ich alles gleich direkt mit meinem Router verbunden.
  4. Die SD Karte und der USB Stick werden noch nicht verbaut, da diese Komponenten noch für das Setup von OpenELEC verwendet werden.
  5. Das Micro-USB Ladekabel kann schon angeschlossen werden, allerdings bringt es zu diesem Zeitpunkt noch wenig, dem Raspberry Pi Energie zu gönnen, da das eigentliche Betriebssystem noch fehlt.

Das ganze sieht dann in etwa so aus:

Platzhalter für Foto

Setup OpenELEC:

Was wird benötigt?

Folgende Schritte müssen nun ausgeführt werden, um OpenELEC auf dem Raspberry Pi zu installieren. Diese Anleitung richtet sich speziell an Windows Anwender:

  1. SD Karte und USB Stick müssen am PC angesteckt sein
  2. Installiert und startet das Programm Partition Wizard und konfiguriert die SD Karte und den USB Stick wie folgt:
    SD Karte: Erstellt eine FAT32, PRIMARY, ACTIVE Partition mit mindestens 150 MB (es kann ohne Probleme auch der ganze Speicher verwendet werden) mit der Bezeichnung „System
    USB Stick: Erstellt eine EXT4, PRIMARY Partition (am besten mit dem gesamten, verfügbaren Speicherplatz) mit der Bezeichnung „Storage
  3. Die zuvor heruntergeladene OpenELEC Installation muss entpackt werden (Winzip, Winrar, 7zip, …)
  4. Nun müssen die Daten mittels einer DOS Box (Start -> Ausführen -> cmd -> ok) auf die SD Karte kopiert werden. Dazu müssen die folgenden Befehle in der DOS Box ausgeführt werden (Achtung: Laufwerk G: wurde in meiner Umgebung verwendet. Gegebenenfalls muss hier der Laufwerksbuchstabe angepasst werden)
    copy target\KERNEL g:\kernel.img
    copy target\SYSTEM g:\
    copy 3rdparty\bootloader\*.* g:\
    copy openelec.ico g:\
    copy README.md g:
  5. Die Datei „g:\cmdline.txt“ muss nun editiert werden. Dazu kann diese mit einem normalen Text-Editor geöffnet werden.
    Folgende Zeile muss hinzugefügt werden:

    boot=/dev/mmcblk0p1 disk=/dev/sda1 console=ttyAMA0,115200 kgdboc=ttyAMA0,115200 console=tty1 ssh
  6. Nun kann die SD Karte und der USB Stick mit dem Raspberry Pi verbunden werden.
  7. Wurden alle Schritte korrekt durchgeführt, kann nun der Raspberry Pi mit dem USB Ladekabel verbunden und gestartet werden.
  8. Es macht Sinn, gerade beim ersten Start noch eine USB Tastatur anzuschließen um das Initialsetup am Fernseher bedienen zu können. Moderne Fernseher sollten bereits CEC können, wodurch die Fernseher Fernbedienung anstelle der Tastatur verwendet werden kann.
  9. Voila… OpenELEC sollte nun auf dem Raspberry Pi laufen.
  10. Eventuell muss noch das Netzwerk entsprechend konfiguriert werden, wenn z.B. kein DHCP Server im Netzwerk verfügbar ist, bzw. eine dynamische IP Adresse keine Option darstellt.
    Ich habe das einfach mit einer DHCP Reservierung am Router gelöst.

openelec_01

Auf der offiziellen OpenELEC Seite findet sich noch ein Eintrag zur Konfiguration der Zeit am Raspberry Pi. Der Vollständigkeit halber schreibe ich das hier auch nieder, auch wenn meine Installation direkt über das Netzwerk schon alles automatisch konfiguriert hatte.

  1. Mittels SSH muss eine Verbindung zu OpenELEC hergestellt werden (User: root; Passwort: openelec).
  2. Folgender Befehl muss ausgeführt werden:
    vi /storage/.config/autostart.sh
  3. Fügt nachfolgende Zeilen am Ende der Datei hinzu:
    #!/bin/sh
    (sleep 30; \
    /usr/sbin/ntpdate pool.ntp.org; \
    )&
  4. Der vi Editor kann mit der Taste  [ESC] und dem Befehl „:wq“ (Erscheint ganzen Unten im Editor) gespeichert und beendet werden.
  5. Zum Abschluss noch folgendes durchführen und danach den Raspberry Pi neu starten
    chmod +x /storage/.config/autostart.sh

Nun haben wir einen vollwertigen HTPC um Einkaufspreis von ca. 65 €  auf Basis von OpenELEC zur Verfügung. Natürlich fehlt noch die Anbindung der Mediathek um Filme, Serien oder Musik wiedergeben zu können.

OpenELEC

Auch muss klar gesagt werden: Die Performance von dem Gerät kommt sicherlich nicht an einem klassischen HTPC ran. Kann man jedoch mit kurzen Wartezeiten beim Menüwechsel leben (erster Aufruf der Filmübersicht dauert ca. 7 Sekunden, danach gehts deutlich schneller) ist es für diesen Preis ein unschlagbares, feinesTeil und kann, wenn man sich entscheiden sollte, doch in einen vollwertigen HTPC zu investieren, für zahllose andere kleine Spielereien verwendet werden.

Bei der Videowiedergabe konnte ich bis jetzt keine Ruckler oder andere Probleme feststellen (auch 1080p Titel).

Ich bin mit diesem Setup eigentlich sehr, sehr zufrieden.

Comming Soon: Project Home Cinema: Teil 2 – Mediathek & OpenELEC Optimierung

Copyright des verwendeten Home Cinema Bildes: Rainer Sturm  / Pixelio.de

20 Jahre Doom – Der Anfang vom Ende

Vor genau 20 Jahren, am 10. Dezember 1993, wurde die Urmutter aller moderner 3D-Shooter (lassen wir Wolfenstein 3D mal vorweg :)) von der texanischen Spieleschmiede  „id Software“ veröffentlicht und revolutionierte damit zugleich die ganze (bis dato relativ kleine) Game-Branche.

Doom
Entwickler id Software
Publisher Cdv Software Entertainment,Pearl Agency
Erstveröffent-lichung 10. Dezember 1993
Plattform(en) 3DO, Apple Macintosh, Atari Jaguar, Game Boy Advance, IBM-PC-kompatible (Linux, Microsoft Windows 95, MS-DOS, Nintendo DS, Nintendo 64, QNX), IRIX,NeXTStep, PlayStation, Sega 32X, Sega Saturn, Solaris, Super Nintendo Entertainment System,Xbox, Xbox 360 und Source-Portsfür weitere Plattformen
Genre(s) Ego-Shooter
Thematik Science-Fiction
Spielmodi Einzelspieler, Mehrspieler
Steuerung Tastatur
Systemminima DOS: Intel 386 oder vergleichbarer Prozessor, 4 MBRAM, VGA-Grafik, Sound Blaster Pro™ oder vergleichbareSoundkarte (alternativ kann auch der Systemlautsprecher genutzt werden)
Medien CD-ROM, ursprünglich 3,5″-Diskette, Download

Durch die moderne Darstellungstechnik (3D Räume, mehrere Ebenen) sowie dank des Shareware-Vertriebsmodell (bei dem die meisten ‚Käufer‘ nichts bezahlten) der ersten Episode konnte sich das Spiel innerhalb kürzester Zeit mehr als eine Million mal verbreiten. Der legendäre Mastermind John Carmack ist noch heute für einige der meist eingesetzten Game-Engines verantwortlich und widmet sich seit August 2013 als Technik Chef der Entwicklung des VR-Headsets Oculus Rift.

Durch seine explizite Gewaltdarstellung war Doom bis 2011 in Deutschland auf dem Index für jugendgefährdende Medien (in Österreich bis 2005) und wurde auch sonst gerne in der bis jetzt andauernden Diskussion über Killerspiele als „Paradebeispiel“ genommen, wenn es darum ging, ein Videospiel dafür verantwortlich zu machen, wo Gesellschaft / Erziehung / etc. versagte.
So zog man als namenloser Marine mit Kettensäge, Schrotflinte oder Plasmakanone gegen Heerscharen vom Dämonen, die nach einem fehlgeschlagenem Experiment auf den Mars Monden durch ein Tor zur Hölle entwichen, und metzelte diese (aus damaliger Sicht) sehr detailliert nieder.  Vergleicht man den Grat der Gewaltdarstellung mit aktuellen Titeln wie Call of Duty, The Last of Us, Dead Island, … kann man heute nur müde schmunzeln.

Damals sorgten jedoch der unheimliche Midi-Soundtrack (Komponiert von Bobby Prince) und die beklemmende Atmosphäre für gehörige Gänsehaut.

Dieses Spiel ist wohl auch für meine spätere Berufswahl zum IT Menschen verantwortlich, begann ich mich zu diesem Zeitpunkt auch mit MS-DOS und Speicheroptimierung (HIGHMEM, LOWMEM, etc.) zu beschäftigen und meinen ersten PC zusammen zu stellen. Auch war dieses Spiel der Grund für das erste, selbst aufgebaute BNC LAN, da auch ein Mutliplayer-Modus für bis zu 4 Spieler geboten wurde.

Doom prägte eine ganze Generation an Spielern, machte 3D Shooter populär und schuf die Basis für kommende Spiele wie Quake, Unreal, Crysis, … und sorgte dafür das das ein neues, popkulturelles Genre geschaffen wurde.
2005 veröffentlichte Andrzej Bartkowiak  den Film Doom, welcher jedoch von den Kritiken eher bescheiden besprochen wurde und grundlegend die Handlung des Spiels wiedergab.

YouTube Preview Image

 

Doom 4 befindet sich zur Zeit in Entwicklung.

Home Cinema

Dieses Jahr stand klar im Zeichen von Home Cinema / Media Center / High Definition.

Nachdem der Kelch eines Full HD Screens bis jetzt an mir vorbei gewandert ist, war es im August endlich soweit. Mein erster Full HD Fernseher (Toshiba 46TL938G 116,8 cm (46 Zoll)) wurde gekauft.

Technische Details (Auszug)

  • 3D LED-Backlight Fernseher mit 116,8 cm (46 Zoll) Bildschirmdiagonale / 16:9
  • Auflösung: 1920 x 1080 Pixel (Full HD) / Bildwiederholrate: 200 Hz AMR
  • Empfang: Analog, DVB-T, DVB-C, DVB-C HD (H.264), CI+, DLNA, HbbTV, WLAN
  • 4x HDMI, 1x SCART, 2x USB, Komponenteneingang, Digitaler Audio Ausgang

Weitere Details sind hier zu finden: Toshiba 46TL938G 116,8 cm (46 Zoll) bei Amazon.de

Nach fast einem halben Jahr mit diesem Gerät kann ich nur sagen das ich total zufrieden mit dem Gerät bin… und total verdorben wurde.

Es ist ja vermutlich schon eine Schande sich eingestehen zu müssen, das einem bis zu diesem Zeitpunkt HD Qualität komplett egal war. Doch das ist vorbei. Einmal vor so einem Gerät gesessen… und man will nichts anderes mehr. Welcome to the world of HD!

Und nun zur Weihnachtszeit kommt die zweite Ausbaustufe des Ganzen:

XBMC Media Center auf OpenELEC Basis als Media Player

XBMCBestellt wurde wie folgt:

Geplant ist (für das erste mal zum Testen / Spielen) den Raspberry Pi mit OpenELEC zum XBMC Media Center zu machen. Auch wenn in verschiedenen Foren die Rede davon ist, das die Performance des Raspberry Pis zum Teil schlecht sein soll (gerade bei großen Bibliotheken) werde ich das zuerst so durchspielen und, sollte ich für mich feststellen, das ich mit ein paar Rucklern im Menü nicht leben kann, auf einen größeren HTPC umsteigen. Vor allem, wenn man berücksichtigt, das der RP dann auch so als kleiner Miniserver im Heimnetzwerk verwendet werden kann. FullHD Wiedergabe sollte trotzdem kein Thema für dieses Setup sein.

Die Buffalo Linkstation wird in einer Raid 1 Konfiguration (Ausfallsicherheit der Disken) ebenfalls ins Heimnetzwerk integriert und wird als Speichermedium für Filme, Serien und Musik dienen. Auch wenn ich von den theoretischen 6 TB Kapazität die Hälfte durch das Raid verliere, ist es mir lieber den Ausfall einer HDD zu verkraften und nicht alles zu verlieren.

Zur Konfiguration / Aufbau und Inbetriebnahme werde ich noch einen weiteren Artikel schreiben und meine Erfahrungswerte teilen :).

Diablo 3 – Der Aufstieg des Bösen

12 Jahre sind vergangen, seitdem Diablo 2 erschienen ist.
Lange musste sich die Community gedulden, bis vor ca. 4 Jahren die Ankündigung von Blizzard veröffentlicht wurde, dass sich Diablo 3 in Entwicklung befindet.
Am 15. Mai 2012 war es soweit. Die Pforte zur Hölle wurde erneut aufgestoßen und wagemutige Helden aus der ganzen Welt machten sich auf, die Heerscharen des Bösen zu vernichten.

Klar, die Erwartungen in Diablo 3 waren und sind groß, erhofften sich doch jeder eine fulminante Fortsetzung der ersten beiden Teile. Und genau das ist Blizzard mit Bravour gelungen. Eine konsequente Neuauflage eines bekannten Spielprinzips: Massenhaft Monster metzeln, Gold sammeln und bei jedem Monsterpack auf bessere Ausrüstung hoffen.

Knapp 2 Monate sind seitdem vergangen und ich konnte doch ein paar Stunden in der Welt von Sanktuario verbringen um meine Eindrücke hier nieder zu schreiben.

Allgemein:

Das einfache Spielprinzip von Diablo 3, kurz Hack’n’Slay genannt, ist relativ schnell erklärt und setzt sich konsequent durch den ganzen Spielverlauf durch. Man mäht mit einem Helden durch zahllose Monsterhorden, sammelt Gold und Ausrüstung um noch größere und schwerere Monsterhorden zu vernichten. Und genau dieses einfache Spielprinzip ist es, welches Diablo ausmachte und noch immer ausmacht. Stetig kämpft man sich weiter, von Akt zu Akt, von Schwierigkeitsgrad zu Schwierigkeitsgrad.

Zu Beginn des Abenteuers, welches durch den Niedergang eines Meteoriten eingeläutet wird, hat man die Qual der Wahl aus fünf verschiedenen Klassen, seinen Helden auszuwählen (Diablo 3 bietet keine Anpassung des Aussehens an, einzig zwischen Männlich und Weiblich kann gewählt werden). Barbar, Dämonenjäger, Mönch, Hexendoktor und Zauberer stehen zur Verfügung. Jeder der Klassen unterscheidet sich grundlegend von den anderen: Barbar und Mönch sind zähe Nahkämpfer, die mit wuchtigen Schlagkombinationen direkt am Feind stehen, während der Dämonenjäger, die Zauberin und der Hexendoktor aus sicherer Entfernung die Feinde mit Pfeilhagel, Kettenblitzen und untoten Kreaturen bekämpft. (Ich habe bis jetzt ca. 140 Stunden mit meinem Mönch verbracht, die anderen Klassen zwar alle angespielt, jedoch noch nicht so weit gebracht. Daher beziehen sich ein Großteil meiner Erfahrungen auf das Spiel mit dem Mönch.)

Im Laufe des Spiels stoßen drei Begleiter zum Helden hinzu und unterstützen diesen fortwährend bei dessen Kampf. Der Templer, ein Nahkämpfer und ‚Tank‘, der Schurke, ein klassischer Fernkämpfer, sowie die Verzauberin, die den Charakter mit verschiedenen Buffs (Verbesserungen) und magischen Geschoßen unterstützt. Auch die Begleiter können mit Ausrüstungsgegenständen verbessert werden und bekommen bei jedem 5. Stufenanstieg zwei Fertigkeiten hinzu, aus welchen man eine auswählen muss (es ist jederzeit möglich, die Skillung zu verändern).

Neben dem klassischen Sammeln von Ausrüstungsgegenständen durch das Töten von Monstern, hat der Spieler die Möglichkeit, die Berufsfertigkeit des Schmiedes und des Juwelenschleifers, welche sich im Laufe des Spiels ebenfalls dem Helden anschließen, zu verbessern um sich selbst bessere Ausrüstung herstellen zu können. Gerade der Juwelier wird im späteren Spielverlauf ein häufiger Anlaufpunkt, denn über geschliffene Smaragde, Rubine, Topase und Opale hat man die Möglichkeit, seine Ausrüstung ordentlich aufzuwerten bzw. anzupassen, sorgt doch zum Beispiel ein gut geschliffener Smaragd für einen deutlichen Geschicklichkeitssprung (das Basisattribut des Mönchs), wenn er in ein geeignetes (ein sogenannter Sockel muss vorhanden sein) Ausrüstungsstück ‚geschliffen‘ wird.

Auch grafisch ist das Spiel sehr gelungen. Klar, es mag auf den ersten Blick nicht aktuell wirken (es gibt ganz klar Spiele, die die aktuelle Technik besser ausnutzen, aber Blizzard hat bis jetzt noch nie Spiele veröffentlicht, die nur auf einem High-End-Rechner laufen), und trotzdem sind es die Details, die die Spielwelt greifbar und plastisch erscheinen lassen. Der eigentümliche Aquarellstil trägt noch einmal dazu bei und bietet dem entdeckungsfreudigen Auge viel zu erforschen.

Auch die ‚quasi‘ 3D-Perspektive ermöglicht es, oft spannende Details zu entdecken. Sei es, wenn man sich in Akt I gerade über das Hochland gekämpft hat und weit unten im Tal auf einmal die Kathedrale erkennen kann, oder wenn man in Akt III über die hohen Mauern der Bastion läuft und unter sich eine wahnsinnige Schlacht erkennen kann. Es fühlt sich rund an.

Sämtliche Texte des Spiels wurden liebevoll synchronisiert und vertont und bieten immer wieder Platz für einen kleinen Schmunzler. Gerade die Geschichte zwischen dem Templer und der Verzauberin sorgte zumindest bei mir, immer wieder für ein breites Grinsen, während mein Mönch durch die Hallen der Agonie geklickt wird.

Neben den klassischen Monsterscharen gibt es noch sogenannte Champignon-Gruppen (3-4 Gegner mit verschiedenen Eigenschaften, abhängig vom aktuellen Schwierigkeitsgrad. Normal = 1, Albtraum = 2, Hölle = 3, Inferno = 4), sowie selten Monster und ‚Named‘ Monster (kleine Bosse mit Dienern) die meist bessere Ausrüstung fallen lassen. Erreicht man irgendwann die Maximalstufe 60, bekommt man für das Besiegen dieser Gegnergruppen den bis zu fünfmal stapelbaren Nephalem-Bonus, der den Gold- und Magiefundbonus erhöht. Dadurch ist es möglich, schneller bessere Ausrüstung zu finden.
Gerade ab dem Schwierigkeitsgrad Inferno ein sehr wichtiges Spielelement.

Release-Probleme:

Die ersten 2 Wochen nach dem Spielrelease waren für Blizzard nicht die besten. Der enorme Ansturm an Spielern weltweit sorgte für größere Probleme als der Konzern erwartet hatte. Am ersten Tag war es schier unmöglich sich im Spiel anzumelden. Wenn man bedenkt, das geschätzte 4-5 Millionen Exemplare des Spiels verkauft wurden, könnte man argumentieren, das sich Blizzard besser auf einen solchen Ansturm vorbereiten hätte können. Doch wie genau die Maschine Blizzard in diesen Belangen funktioniert weiß keiner wirklich.

In diesen ersten Wochen konnte man im offiziellen Diablo 3 Foren viele, viele Beiträge lesen, in welchen die Spieler ihren Unmut darüber äußerten, dass sie sich nicht im Spiel anmelden könnten, das es immer wieder zu Unterbrechungen kam, und so weiter und so fort. Einen Frust, den ich auch hin und wieder zu spüren bekommen habe, als ich mich in den ersten Wochen noch am Abend anzumelden versuchte und über 2 Stunden nur den Error 37 zu sehen bekam.

Doch mittlerweile läuft das Spiel sehr stabil, ich kann mich an keinen Abend oder Tag erinnern, an dem es dann noch zu Problemen gekommen ist. Auch hier hat sich mal wieder das Sprichwort bewahrheitet: Gut Ding braucht Weile.

Sammelwut:

Das Sammeln und Finden von Ausrüstungsgegenständen, welche die eigenen Charakterwerte (Stärke, Geschicklichkeit, Intelligenz und Vitalität, Rüstung und Angriffskraft) verbessern und so das Überleben im nächsten Akt gewährleisten, ist der Kern des Spiels. Es gibt immer etwas Besseres zu finden, ein Schwert, das noch schärfer als das vorherige ist, ein Schild, das es dem Charakter ermöglicht, länger in einem Kampf zu überleben, ein Amulett, das die Lebensregeneration erhöht und unzählige Dinge mehr.

Es macht Spaß, seine Gegenstände zu vergleichen, herumzutüfteln, welcher Ring nun besser zur eigenen Spielweise passt oder mit welchen Defensiveren man diesen und jenen Bosskampf überleben kann. Und wenn man das Gefühl hat… es geht schon ein bisschen leichter, nachdem man die, bis jetzt, ultimative Rüstung gefunden hat… In dem Wissen, das es noch bessere gibt.

An dieser Stelle muss klar gesagt werden: Das Finden der richtigen Gegenstände hat nichts mit dem Gegner zu tun, den man gerade besiegt hat. Nein, es ist eine reine Glückssache. So können schon mal ein paar Stunden vergehen, bis man ein besseres Schulterstück gefunden hat, oder seine Verteidigungswerte noch ein bisschen verbessern kann. Gerade auf dem letzten Schwierigkeitsgrad (Inferno) ist die richtige Ausrüstung ein und alles.

Mit dem aktuellen Patch (1.0.3) wurde ein bisschen an der ‚Loot‘-Tabelle gedreht, so dass es nun möglich ist, auch höherwertige Ausrüstung zu finden um im Fortschritt weiter zu kommen.
Neben dem Töten von Monstern, steht dem geneigten Spieler noch ein Auktionshaus zur Verfügung. Hier kann man für das, von Gegnern erbeutete, Gold (es gibt auch ein € Auktionshaus, wo für Echtgeld Gegegstände gekauft und verkauft werden können) bessere Ausrüstung kaufen und auch selbst Gegenstände, die man gefunden hat, aber selbst nicht benötigt, verkaufen. Im Augenblick ist es leider noch so, das für manche Gegenstände Unsummen verlangt werden, allerdings vermute ich, das sich das mit der Zeit einspielen wird. Angebot und Nachfrage halt.

Das Auktionshaus wurde von vielen Spielern scharf kritisiert, man warf Blizzard vor, mit dem € Auktionshaus Geld verdienen zu wollen, bzw. das Diablo 3 nur um das Auktionshaus herum aufgebaut wurde. Einen Vorwurf den ich persönlich ‚noch‘ nicht nachvollziehen kann (und No Na, klar will Blizzard mit dem Spiel auch neben dem Verkauf selbst noch Geld verdienen. Ist ja keine gemeinnützige Organisation)
Mittlerweile komme ich mit meinem Mönch in Akt I Inferno relativ gut zurecht. Ich habe immer wieder für ein bisschen Gold Ausrüstung anpassen können und optimieren können und ich vermute, dass das auch im weiteren Spielverlauf (immerhin wollen noch drei Akte auf der höchsten Schwierigkeitsstufe geschafft werden) so sein wird (vermutlich wird es teurer werden, aber okay ?).

Bis jetzt sah ich mich noch nicht gezwungen, irgendwelche Top Items für Euros zu kaufen (was ich auch sicher nicht machen werde) sondern konnte durch das Finden von Gegenständen und gezielte Auktionshauseinkäufe den Charakter stetig verbessern. Und das macht Spaß. Und ich sage auch klar: Ich bin froh, dass ich nach 140 Stunden noch LANGE nicht komplett durch bin, sondern vermutlich noch viel Stunden mit Gold und Ausrüstung sammeln und anpassen verbringen werde. Die Langzeitmotivation ist vorhanden.

Online-Zwang

Diablo 3 kann nur online gespielt werden, sprich man benötigt eine permanente Internetverbindung zum Spielen.
Der Grund dafür ist klar: Nur so kann verhindert werden, das durch Cheats und Hacks das Spielerlebnis verändert wird. Da Charakterdaten und Berechnungen bei Kämpfen direkt auf den Servern von Blizzard liegen, ist es schwerer, sich durch irgendwelche Mechanismen einen Vorteil zu verschaffen.

Nachdem die anfänglichen Verbindungsprobleme und die Stabilität der Server verbessert wurden, besteht in meinen Augen auch keine Notwendigkeit einen Offline-Modus, wie von vielen gefordert, in das Spiel zu integrieren. Denn, einer der Vorteile des permanenten Online-Modus ist klar der:

Multiplayer-Modus:

Man hat zu jedem Augenblick (außer bei bestimmten Bosskämpfen) die Möglichkeit das Spiel in ein öffentliches Spiel umzuwandeln um so gemeinsam mit anderen Spielern durch die Dungeons und Katakomben zu streifen, oder mit einem Klick einer bestehenden Partie eines Freundes beizutreten um diesen zu Unterstützen.
So können sich Gruppen von bis zu vier Spielern bilden, die sich gemeinsam den Herausforderungen stellen, die Diablo zu bieten hat. Da mit der Anzahl der Spieler auch die Macht der Gegner steigt, ist es hin und wieder notwendig, das man seine Strategien aufeinander abstimmt, denn so mach eine Champignon-Gruppe hat die Heldengruppe in wenigen Sekunden vernichtet. So findet man sich gerne in einem Sprachchat (Teamspeak meistens) zusammen um sich so abzustimmen.
Anders als in den früheren Diablo Teilen ist es nicht mehr notwendig, als erster bei der Beute zu stehen um diese zu ergattern. Jeder Spieler sieht nun nur noch seine eigene Beute, es ist also nicht mehr notwendig, dass sich zwei Freunde den Schädel einschlagen, weil der eine dem anderen einen Gegenstand vor der Nase weggeschnappt hat. Genauso verhält es sich auch mit dem Gold das die Spieler finden.

Fazit:

Blizzard hat fast alles richtig gemacht.
Das Spielprinzip wurde kaum verändert, einige Verbesserungen gegenüber Diablo 2 haben ihren Weg in das fertige Spiel gefunden (Loot-Verteilung, Stadtportal, Identifizieren von Gegenständen, Accountübergreifende Beutekiste, etc.). Das Spiel ist, jetzt nach 180 Stunden Spielzeit noch immer fesselnd und herausfordernd. Gerade die Infernoschwierigkeit ist sehr fordernd und wird wohl noch einige Stunden an den PC fesseln.

Auch das Ausprobieren neuer Klassen macht Lust und Laune, spielt sich doch jede Klasse anders und doch Rund. Auch die kleinen Gimmiks, die im ganzen Spiel zu finden sind (Development Hell, Kuh-Level, etc.) sorgen immer wieder für ein breites Grinsen im Gesicht…

Diablo 3 macht sehr viel Spaß und die Langzeit-Motivation ist vorhanden.

Wertung: 8 von 10 Minidiablos